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Freitag, 10. November 2006 - 13:23 Uhr
War die Mondlandung nur gespielt?

Immer häufiger wird in Zeitschriften und Fernsehsendungen darüber diskutiert, ob es den Amerikanern wirklich gelungen ist, auf dem Mond zu landen. Zum Teil auch mit nachvollziehbaren und überzeugenden Argumenten dagegen. Was halten Sie von diesen Thesen, und könnten nicht unabhängige Forscher durch hochauflösende Teleskopie ganz leicht einen Gegenbeweis antreten? Meist spricht doch Vertuschung für ein schlechtes Gewissen.

Am 20. Juli 1969 fieberte die Welt mit zwei Männern: Im Landegerät der Apollo-11-Mission näherten sich Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin dem Mond. Nach der Landung – in Europa war es früher Morgen – übermittelten sie die ersten Bilder vom Trabanten zur Erde, und Armstrong sprach seine historischen Worte vom kleinen Schritt für ihn und dem großen Sprung für die Menschheit. Überall gab es Mond-Partys. Persönlich habe ich den großen Moment aber leider verpennt: Als die ersten Schwarz-Weiß-Bilder durch das Künstleratelier flimmerten, in dem unsere Mond-Party in Heidelberg stieg, war ich, übermüdet vom vielen Feiern als frischgebackener Abiturient, sanft entschlummert.

Insgesamt flogen im Rahmen des Apollo-Programms der US-Raumfahrtbehörde Nasa sechs Raumkapseln zum Mond. Zwölf Menschen betraten ihn, allesamt US-Amerikaner. Als letzter verließ im Dezember 1972 Eugene Cernan, der Kommandant von Apollo 17, den Erdtrabanten.

Ein Gerücht wird geboren
Kurz danach kam der Hammer: Der Amerikaner Bill Kaysing, ein ehemaliger Mitarbeiter der am Apollo-Programm beteiligten Firma Rocketdyne, behauptete, die Mondflüge habe es nie gegeben. In seinem Buch „We never went to the Moon“ schrieb er, die Technik der 1960er-Jahre hätte eine tatsächliche Mondlandung niemals ermöglicht. Vielmehr habe man in der „geheimen Militärbasis“ Area 51 ein Filmstudio aufgebaut, um dort die Mondszenen anzufertigen. Die Saturn-Raketen seien immer unbemannt gestartet, und die drei Astronauten Chaffee, White und Grissom, die in der Kapsel von Apollo 1 tragisch verbrannten, wären getötet worden, um die Sache zu vertuschen.

Ein wahres Fest für Verschwörungstheoretiker
Danach meldeten sich weitere Zweifler. Ihre Verschwörungstheorien hatten rasch Hochkonjunktur. Zuerst wurden sie in Büchern und Magazinen veröffentlicht, heute brummt das Internet davon. Als Motiv für die gewaltige Fälschung gaben die Mondflug-Leugner wahlweise an, a) Die Amerikaner hätten sie inszeniert, um ihre technologische Überlegenheit gegenüber der Sowjetunion zu demonstrieren. b) Die Nasa habe um ihr Raumfahrtbudget in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar gefürchtet, wenn sie keine Erfolge vorweisen konnte. c) Die Mondlandung sollte von damals aktuellen Problemen im Vietnamkrieg ablenken. d) Nasa und US-Regierung wollten die echten Mondaufnahmen nicht zeigen, weil darauf Relikte Außerirdischer zu sehen seien. Deshalb habe man die Fälschungen nachgedreht. Noch heute glauben 15 bis 20 Prozent der US-Bevölkerung nicht, dass ihre Landsleute auf dem Mond gelandet sind.

Fotos dienen den Skeptikern als Indizien
Als „Beweise“ für die Mond-Lüge mussten stets angebliche Unstimmigkeiten auf Bildern herhalten, die von den Astronauten geschossen wurden. So sind auf fast allen Fotos keinerlei Sterne am Mondhimmel zu erkennen. Kein Wunder, wurden die Aufnahmen nach Überzeugung der Skeptiker doch in einer abgedunkelten Halle gedreht. Andere Fotos zeigen einen nicht parallel verlaufenden Schattenwurf verschiedener Objekte, dabei wären parallele Schatten bei der Sonne als einziger Lichtquelle auf dem Mond eigentlich zu erwarten. Also müssten noch andere Lichter geleuchtet haben – Studioscheinwerfer eben. Zudem flatterte auf ein paar Bildern eine US-Flagge, was auf dem luftlosen Mond eigentlich nicht sein dürfte. Dutzende solcher Beispiele führten die Anhänger der Verschwörungstheorien ins Feld.

Schlagabtausch von Experten und Zweiflern
Nasa- und unabhängige Experten bemühten sich außerordentlich, um die Einwände zu entkräften. Die Sterne fehlen, so ihr Gegenargument, weil der Kontrastumfang der damals verfügbaren Filme zu gering war, um die schwachen Himmelslichter über der sonnenbeschienenen Mondoberfläche abzubilden. Und weil selbige uneben ist, verlaufen die Schatten darauf unterschiedlich. Einzelne Schatten fallen auf Erhebungen und erscheinen daher teilweise verkürzt, oder bei Vertiefungen verlängert. Die Fahne geriet ins Schwingen, weil sie kurz vor den Schnappschüssen in den Boden gerammt wurde. Der Schlagabtausch der Argumente lässt sich auf vielen Internetseiten nachlesen, etwa bei http://de.wikipedia.org/wiki/Mondlandungsl%C3%BCge oder http://www.clavius.org/.
http://www.ufopage.de/index.php?subnavi=verschwoerung&show=mondlandung



Mittwoch, 20. September 2006 - 09:33 Uhr
Vom Unsinn einer «gerechten» Verteilung des Fluglärms

In der neuen Ausgabe seines Newsletters wettert Avenir Suisse gegen den «Unsinn einer <gerechten> Verteilung des Lärms». Gemeint ist natürlich der Fluglärm. Um seine Position zu verdeutlichen, greift der Think-Tank aber auf Beispiele von Strasse und Schiene zurück und fragt, ob man künftig am Morgen andere Autobahnen befahren soll als am Nachmittag. Tatsächlich würde man in einer mit knappen Ressourcen sorgsam umgehenden Welt kaum auf die Idee kommen, Lärm gleichmässig zu verteilen. Man würde ihn vielmehr dort konzentrieren, wo er am wenigsten schadet, und daher, um im Beispiel zu bleiben, die Autobahn dort durchführen, wo Zahlungen für Lärmentschädigungen und Enteignungen tief gehalten werden können, weil die Besiedlung dünn und/oder der Wert der Grundstücke niedrig ist. Keinesfalls würde man die Autobahn durch ein Gebiet führen, in dem besonders hohe Entschädigungszahlungen fällig werden. Jede vermeintlich «gerechte» Verteilung des Lärms, die wegführt von seiner Konzentration auf den Raum mit den in der Summe geringsten Schäden, ist daher unsinnig. Dazu kommt, dass für eine «gerechte» Verteilung wenn schon der ökonomische Schaden und nicht einfach die Dezibel-Belastung herangezogen werden müsste. Die Südanflüge auf den Zürcher Flughafen sind nicht Ausfluss einer «gerechten» Verteilung, sondern Ausdruck einer Missachtung bestehender Eigentumsrechte. Müssten marktgerechte Kompensationszahlungen geleistet werden, würde die Verteilung des Fluglärms rasch sowohl «gerechter» als auch effizienter.

Samstag, 29. Juli 2006 - 09:38 Uhr
Cape Cod - Die Wiege der Kennedy's

Vor Beginn der WPC in Boston habe ich am 10. Juli ein Auto gemietet und bin mit ein paar Kollegen/-innen nach Cape Cod gefahren. Nach rund 90 Minuten Fahrt südlich von Bosten erreicht man die Halbinsel, welche weit ins Meer hinausreicht. Cape Cod ist nicht nur wegen seines milden Klimas einen Besuch wert, sondern auch weil hier die Wiege der Macht des Kennedy Clan's begann. Genauer gesagt in Hiannys Port. Auf meinem Foto links sieht man das ehemalige Haus von Rose Kennedy. Das Haus hat nach dem Tod von Rose 1995 Ted Kennedy gekauft. Er besitzt in der Zwischenzeit hier zwei Häuser. Zudem wohnen noch die Eltern von Maria Shriver-Schwarzenegger hier. Also eine geballte politische Macht konzentriert auf ein paar hundert Strandmeter.

Rose Elizabeth Kennedy (* 22. Juli 1890 in Boston; † 22. Januar 1995 in Hyannis Port (Massachusetts, geb. Fitzgerald) war eine der beliebtesten Frauen der US-amerikanischen Kennedy-Dynastie. Daneben war sie nach Ansicht vieler Analysten die graue Eminenz hinter der Politik der Kennedy-Männer. Sie ist die Mutter des 35. Präsidenten der USA, John F. Kennedy, des ehemaligen Justizministers Robert F. Kennedy und des US-Senators Edward Kennedy.

Die Matriarchin des Kennedy-Clans verlor zwei ihrer Söhne bei Attentaten. Das amerikanische Volk verehrte sie für die Art und Weise, wie sie diesen Verlust trug.

Als ich die Häuser vom Boot aus betrachte, erinnere ich mich wieder an den Oktober 2000 in Dallas als ich im Haus des vermeintlichen Todesschützen Lee Harvey Oswald stand und auf die Strasse hinunter blickte wo am 22. November 1963 mit John Fitzgerald Kennedy auch ein Teil des amerikanischen Traums starb.
Während ich so auf die Strasse hinunter blickte, höre ich plötzlich jemanden bitterlich weinen. Es war ein farbiger Junge, keine zwanzig Jahre alt. Dies war für mich ein sehr eindrücklicher und emotioneller Moment - wie nachfolgende Generationen den Tod eines Mythos beschäftigt und vielleicht auch ihre eigene Situation reflektieren. Was wäre wenn Kennedy noch leben würde...?

Freitag, 28. Juli 2006 - 22:05 Uhr
Klimaerwärmung: Matterhorn zerbröselt!

Nun wirkt sich die grosse Hitzewelle und die damit verbundene Aufweichung des alpinen Permafrosts auch auf das Schweizer Wahrzeichen aus. Die Italienischen Behörden haben die Nordflanke des bekanntesten Berges der Welt gesperrt, nachdem 25 Alpinisten wegen Steinschlägen aus einer Berghütte evakuiert werden mussten. Einem Artikel des Tagesanzeigers zufolge, befürchten Geologen, dass das Matterhorn Aufgrund der hohen Temperaturen «zerbrösle».

Diesmal sind keine Menschen zu schaden gekommen. Anders vor zwei Wochen, als ein Alpinist auf einem Fels, der als ’sicherer Stand’ galt, abgebrochen und er darauf zusammen mit seinem Bergführer tödlich abgestürzt ist.

Geniessen wir noch den Anblick des Matterhorns so lange es noch in dieser Form besteht. Wenn die Klimaerwärmung anhält, dürfte sich manches in unseren Bergen für immer “verschieben”…

Freitag, 28. Juli 2006 - 21:49 Uhr
Zune: Microsofts Angriff auf Apples iPod/iTunes-Gespann

Kombination aus Musik-Player und Online-Dienst ist nur der erste Schritt
Als Gerücht, aber auch in Bildern geistert "Zune" schon geraume Zeit durchs Internet, nun hat Microsoft seinen eigenen iPod- und iTunes-Konkurrenten offiziell angekündigt. Im Interview mit dem Billboard-Magazin gab Chris Stephenson, bei Microsoft für das Marketing des MSN-Unterhaltungsgeschäfts verantwortlich, einen Ausblick auf Microsofts Hard- und Softwarepläne in Sachen Musik.

Nachdem Microsofts bisherige Bemühungen, Apple mit Hilfe von Partnern das Wasser abzugraben, bestenfalls als mäßig erfolgreich bezeichnet werden können, heißt es nun offenbar Klotzen statt Kleckern. Geplant ist als erster Schritt ein Hardware-Player in Kombination mit einem Musikangebot unter der Marke "Zune", ähnlich wie es Apple mit der Kombination iPod/iTunes vormacht, berichtet das Billboard-Magazin unter Berufung auf Chris Stephenson.

Weitere Zune-Geräte sollen folgen, darunter ein portabler Videospieler und womöglich auch ein Spiele-Handheld in Konkurrenz zu PSP und Nintendo DS. Allerdings wollte dies Stephenson im Interview mit Billboard nicht kommentieren.

Auch zu den Spezifikationen der geplanten Geräte hält sich Microsoft noch bedeckt, hier sei das letzte Wort noch nicht gesprochen. Doch ein paar Details verriet der Microsoft-Manager: Der erste Zune-Player soll mit Festplatte und WLAN für einen drahtlosen Internetzugang ausgestattet sein. Wie Microsoft diese Funktion aber konkret nutzen will, ist ebenfalls noch immer offen. Denkbar sei, dass sich Nutzer an einem Hotspot gegenseitig Inhalte zeigen können, aber auch der Zugriff auf im Netz gespeicherte Musik oder der Verkauf von Inhalten könnte eine Option sein. Allerdings sucht Microsoft den Schulterschluss mit den großen Plattenfirmen, allzu großzügig werden die Tauschmöglichkeiten daher eher nicht ausfallen.

Zudem sollen Community-Funktionen in die Plattform integriert werden. So sollen Zune-Nutzer Playlisten untereinander tauschen und sich Musik empfehlen können. Auch die Verbindung mit der Xbox 360, Windows PCs, Windows Media Center und Mobiltelefonen mit Windows Mobile ist geplant.

Dieses Szenario soll sich auch nicht nur auf Musik beschränken, auch Film und andere Medien hat Microsoft im Hinterkopf. Die Musikindustrie soll Microsofts Bestrebungen begrüßen, würde ein auch finanziell ernsthaftes Engagement doch Bewegung in den von Apple dominierten Markt bringen, wobei sich Microsoft offener und flexibler gegenüber den Plattenfirmen zeige als Apple, z.B. was die Preisgestaltung betrifft. Der Musikindustrie ist Apples Einheitspreis seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge.

Zur Einführung von Zune hält Microsoft laut Stephenson rund 500 Millionen US-Dollar bereit und plant eine Werbekampagne, die sich stark auf einzelne Künstler fokussiert, inklusive diverser Live-Konzerte.

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